| Beschwerden aus der Nachbarschaft von Aulus Pinarius Reburrus, einem Bürger von Thebai (wie Theben auf Griechisch heißt) in der Provinz Achaea erreichen die Cohors Arcana. Im Bericht wird behauptet, dass die Bankette im Haus von Pinarius ausufern, dass sie die ganze Nacht dauern und die Ruhe stören - und dass es nachts seltsamerweise unmöglich ist, das Haus oder die umgebenden Gärten zu betreten. Im Brief heißt es, dass die Weinranken im "Mondlicht zum Labyrinth" werden und dass manche Bedienstete, die losgeschickt wurden, um sich zu beschweren, von "wilden Bestien" angegriffen wurden. Auf den ersten Blick wirkt es wie viele andere unsinnige Berichte gewöhnlicher Bürger*innen, die die Cohors oftmals erreichen - ein Adliger verliert sein Schwert, also müssen diebische Geister dahinterstecken. Eine unverheiratete Tochter wird schwanger, also muss etwas Übernatürliches im Spiel sein. In diesem Fall beschließt eure Vorgesetzte, die Beamtin Decia Lupina, dass dem Inhalt des Briefes nachgegangen werden sollte - nicht, weil an der Sache etwas dran sein könnte, sondern weil sie Pinarius' Leibwächter kennt. Sie teilt euch mit, dass Decius Atticus einst Prätorianer war, bis er in einem Kampf gegen einen Dämon einen Arm verlor und ehrenvoll entlassen wurde. Sie schlägt vor, dass ihr euch bei Atticus meldet und sichergeht, dass in Thebai nichts Ungewöhnliches vor sich geht. Ihr solltet auch bei dem Mann vorsprechen, der den Beschwerdebrief nach Rom geschickt hat: Gaius Petronius Gallius.
Über Lex Arcana: Im Pen&Paper-Rollenspiel Lex Arcana vermischen sich Historie, Mythologie und Legenden. In dieser Welt treten die Legionen des Römischen Kaiserreichs auf dem Schlachtfeld gegen barbarische Horden an, während uralte Monstren, mystische Mächte und namenlose Kulte die Herrschaft der Caesaren von innen bedrohen. Als Spieler:innen übernehmt ihr die Rolle der Custodes (Wächter:innen) der Cohors Auxiliaria Arcana, deren Aufträge sie bis in die entlegensten und gefährlichsten Gegenden des riesigen Römischen Kaiserreiches und darüber hinaus führen. Zwölf Jahrhunderte sind seit der Gründung Roms vergangen. Das Römische Kaiserreich besteht noch immer fort. In einer alternativen Zeitlinie konnte die Kaiser durch den Einsatz von Weissagungen und Orakelsprüchen die Ereignisse verhindern, die in der realen Historie zum Untergang ihres Reiches führten. Das Ende Roms hat nie stattgefunden. Stattdessen hat das Kaiserreich Jahrzehnte der Stabilität erlebt, in denen sich weder drastische Veränderungen noch Invasionen ereignet haben und die Provinzen niemals aufgeteilt worden sind. Das gesamte Volk hat durch die Stabilität an Wohlstand gewonnen und Viele auch außerhalb der Grenzen gelten als römische Bürger und stehen unter dem Schutz der unverbrüchlichen Pax Romana (dem Römischen Frieden). Doch alle mächtigen und unbesiegten Legionen und alle Rituale der Prophezeiung sind nicht länger genug, um das Kaiserreich zu schützen. Denn andere Mächte sind hinter den Schleiern der greifbaren Welt am Werk: Uralte Dämonen, dunkle Magie, Hexerei und Monster aus vergessenen Tiefen. | |